3 CrossFit Mythen unter die Lupe genommen

1. CrossFit ist gefährlich

Wenn man das Thema aus dem Zusammenhang reisst, ist jeder Sport gefährlich.

Fussball, z.B., ist einer der gefährlichsten Sportarten. Vor allem Knie und Sprunggelenke sind so gut wie bei jedem irgendwann mal verletzt gewesen. Aber darüber regen sich irgendwie die wenigsten auf. Vielleicht, weil Fussball vielen Spaß macht?

Und einigen macht CrossFit eben mehr Spaß. Wo ist das Problem?

Natürlich kann man sich verletzen. Das kann man aber auch, wenn man einen schweren Wasserkasten hebt oder zum Bus sprintet. Der Unterschied ist der, dass man durch CrossFit auf diese Alltagsbewegungen vorbereitet wird, weil man da Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination trainiert – also letztendlich DAS wofür unser Körper gemacht ist.

Natürlich ist eine Sportart wie CrossFit nur dann sicher, wenn man einen guten Coach hat, der einem die richtige Technik beibringt. Wichtig ist aber auch die eigene Verantwortung dem Körper nicht mehr abzufordern als er leisten kann (Stichwort: Leave your Ego at the door).

2. CrossFit macht Frauen zu muskulös

Es gibt Frauen, die genetisch dazu veranlagt sind mehr Muskeln aufzubauen.

Briggs
Briggs hat einen extrem muskulösen Körper als CrossFitterin

Andere wiederum trainieren genauso hart und bauen optisch weniger Muskeln auf, wie man am Beispiel Briggs und LeBlanc (beide CrossFit Games Gewinner) erkennen kann. Diese Athletinnen trainieren allerdings 2 Mal am Tag, 6 Mal die Woche. Im Vergleich dazu trainieren die meisten von uns ca. 1-4 Mal pro Woche, also sehr viel weniger. Die Chancen, dass Frauen durch dieses “geringe” Trainingspensum aussehen wie Hulk ist gering.

LeBlanc
LeBlanc hat bei dem selben Trainingspensum wie Briggs eine weitaus weiblichere Figur

Wenn du aber grundsätzlich ein Problem damit hast, straffere Arme, einen knackigen Hintern oder Sixpack-Ansatz zu bekommen, würde ich das mit dem CrossFit lieber lassen.

3. CrossFit Trainer haben eine schlechte Ausbildung

Die Lizenz für den CrossFit Level 1 Trainer dauert in der Tat nur ein Wochenende. Danach darf jeder Depp CrossFit unterrichten und sogar ein eigenes Gym eröffnen. Harter Tobak!

Aber wie in jeder Geschichte gibt es auch die andere Seite, nämlich gute Trainer/Sportwissenschaftler/Physiotherapeutin/Gewichtheber, die CrossFit auf einem völlig anderen Niveau unterrichten.

Schau’ dir am besten mehrere CrossFit Studios an und frage nach den Qualifikationen der Trainer. Machen die Trainer selbst auch CrossFit? Oder sind sie ständig verletzt, weil sie die Techniken selbst nicht beherrschen? Sprich mit den Mitgliedern und erfahre wie gut sie sich betreut fühlen. Wenn der Coach nur  den Drillinstruktor spielt, solltest du auf der Ferse umdrehen und lieber ins nächste Fitnessstudio gehen. Wie ist das Equipment? Ist es gepflegt und qualitativ hochwertig? Ist das Gym generell sauber? Wie geht der Inhaber mit Wünschen, Beschwerden oder Verletzungen der Mitglieder um? Das sagt viel über die Geschäftsphilosophie aus.

Generell kann man nicht alle über einen Kamm scheren. Man sollte immer hinter die Kulissen schauen bevor man irgendetwas glaubt. Du kaufst dir ja auch keine Jeans ohne sie vorher anzuprobieren (Apropo: es stimmt übrigens, dass du durch CrossFit in keine einzige Jeans mehr reinpasst 😉 )

Eure Elli