Alles nur Kopfsache! – Mentale Toughness

HI Leute,

wenn ihr das hier lest, dann befinde ich mich bereits in Frankreich auf einem militärischen Lehrgang, dem „Commando Moniteur“. Wie bereits angekündigt bin ich noch immer 3 Wochen hier unterwegs und werde daher nicht auf eure Kommentare auf Facebook, Twitter, Google+ oder hier unter dem Blog reagieren können. Das werde ich dann erst nach dem Lehrgang nachholen 😉

Passend zu meinem Lehrgang, der dazu dienen soll mich an meine körperlichen und geistigen Grenzen zu bringen, möchte ich mit euch 10 Tipps teilen, um die mentale Barriere zu durchbrechen, euch neu und richtig zu motivieren und es euch so ermöglichen zu neuen Grenzen zu pushen! Ich werde diese Tipps für euch direkt und live am eigenen Körper (und Kopf!) an einem 4-wöchigen WOD ausprobieren und anschließend mein Resümee ziehen wie gut die Tipps in der „Extremsituation“ funktionieren.

Tipp 1: Kenne deine Ängste und dreh sie einfach um
Klingt komisch, ist aber einer der ältesten Tricks überhaupt. Wenn ihr besonderen Schiss vor etwas habt, dann stellt euch vor wie ihr euch fühlen werdet, wenn es vorbei ist! Wenn ihr es geschafft habt eure Ängste zu überkommen und das dann hinter euch Liegende bezwungen habt. Schreibt diese Gefühle vielleicht sogar auf, oder visualisiert sie zumindest. Das wird euch konstant antreiben!

Tipp 2: Mikro-Ziele
Brecht eure großen Ziele in kleine, so genannte Mikro-Ziele runter. So sieht der nächste Schritt gar nicht so groß aus, und Schritt für Schritt kommt ihr eurem Ziel näher das dann „plötzlich“ schon erreicht ist. Man liest immer wieder in Abwandlungen über militärisches Training und Auswahlverfahren, dass die Soldaten sich bspw. nur darauf konzentriert haben bis zur nächsten Mahlzeit durchzuhalten und von dort neue Kraft geschöpft haben. Definitiv ein Punkt, den ich intensiv überprüfen werde 😉
Bei 13.5 hättet ihr es beispielsweise so angehen können, dass ihr euch erst mal auf die 15 Thrusters konzentriert, dann auf die Pull-Ups usw. usw.

Tipp 3: Trenne deine Probleme
Du musst klar differenzieren können zwischen möglichen oder aktuellen Problembereichen. Wenn du während deines WODs, Rennens oder was auch immer deine physische und psychische Aufgabe gerade ist z.B. ständig an deine privaten Probleme denkst, dann wird sich das vor dir Liegende irgendwann zu einem riesigen Berg unüberwindbarer Hindernisse aufbauen. Trainiere mit einem klaren Kopf und einem klaren Fokus! Genieß beim Rennen die Landschaft, oder beim WOD einfach die pure Anstrengung, die deinen Kopf wieder freibläst!

Tipp 4: Sei bereit Risisko in Kauf zu nehmen
Der Punkt spricht für sich!

Tipp 5: Iss‘ das Richtige und richtig!
Die Ernährung ist nicht umsonst die Basis der Crossfit-Pyramide! Ein gut ernährter Körper ist leistungsfähiger und das bedeutet, dass es unwahrscheinlicher wird, dass ihr wirklich an eine komplette Grenze im psychischen wie physischen Bereich kommt. Bessere Ernährung = bessere Leistungsfähigkeit und das hat enorme Auswirkungen auf euren Gemütszustand! Und je besser der ist, desto höher liegt eure Grenze.

Richtiges Essen ist eigentlich gar nicht so schwer ;-)

Tipp 6: Finde deinen Fokus
Top-Athleten wie Rich Froning oder Mikko Salo wissen sehr genau auf welchen Aspekt ihres Trainings und ihrer mentalen Einstellung sie sich fokussieren müssen, um erfolgreich zu sein. Ein gutes Beispiel gibt auch Ian Thorpe, der Weltrekord-Schwimmer mit seiner Aussage:
“As soon as I got back in the water after the Olympics (10 months ago), I’ve been preparing myself for this meet and focusing on every single one of my swims. I am usually the hardest person to race against. I try to do the best I can, no matter on what level. I didn’t care what anyone else was doing, I just prepared myself to race”

Tipp 7: Glaub’ an dich
Verdammt richtig! Du musst an dich selbst glauben, denn wenn du es schon nicht tust, wer dann? Wenn du schon nicht glaubst, dass du es schaffen kannst, wer dann? Annie Thorisdottir, Rich Froning, Mikko Salo, Jason Khalipa und wie sie alle heißen haben alle daran geglaubt, dass sie ihre jeweiligen CrossFit Games gewinnen können. Nicht dass sie sie gewinnen werden, aber dass sie sie gewinnen können!

Tipp 8: Lies!
Lies Bücher, bilde dich weiter! Du musst dein Hirn genauso trainieren wie deine Muskulatur. Nimm dir beispielsweise vor jeden Tag 5 Minuten zu lesen. Das ist nun wirklich kein großer Zeitaufwand und kann kurz vor dem Einschlafen erledigt werden. Aber dich allein schon daran zu halten wird dir einen unglaublich guten Start dazu geben eine enorme Disziplin aufzubauen, egal um was es geht! Wie immer sind es die kleinen Dinge, die den größten Unterschied generieren!

Tipp 9: Sei trainierbar (coachable)
Klar, jeder muss seinen eigenen Weg gehen. Aber wenn du einen „Meister“ hast, einen Mentor, Coach etc. dann gehst du diesen Weg einfacher und effizienter! Orientiere dich an einem, der dir als Vorbild dienen kann. Der in der Regel besser ist als du, zumindest in dem Aspekt, den du verbessern möchtest. Und sauge alles auf, was er dir an Wissen über diesen Aspekt anbietet. Alles! Ausnahmslos! Reflektiere das Aufgenommene und wende es für dich an!

Tipp 10: Lächeln!
Wie schon gesagt, es sind die kleinen Dinge, die den größten Unterschied machen. Alleine die Mundwinkel zu einem Lächeln nach oben zu ziehen hat schon eine enorme Auswirkung auf deinen Gemütszustand. Egal ob dir dabei nach Lächeln ist oder nicht. Probier‘ es aus! Das wirkt wirklich und ist sogar wissenschaftlich untersucht worden. Das Hirn verbindet mit dieser Bewegung nämlich Freude und Angenehmes und sendet diese Signale bei dieser Bewegung auch aus. Das nächste Mal, wenn du schlecht gelaunt bist einfach mal lächeln, an diesen Tipp denken und das eigene Hirn einfach austricksen!

Immer schön lächeln - Annie Thorisdottir macht's vor ;-)
Immer schön lächeln – Annie Thorisdottir macht’s vor ;-)

Auch im Workout klappt das wunderbar, mindestens genauso gut ist aber sich gerade bei langen und harten WODs zu denken: „Ich liebe diesen Sch***!“ und noch besser wird es, wenn es eure Box-Mitglieder sagen, so wie es mir bei 13.1 an den Kopf geworfen wurde: „Komm schon, du liebst Burpees!“ (Danke, Adrian 😉 )
„‚Nuff said!“ – Geh raus und arbeite dran!
Finish Strong
– Euer Art

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