Barry Sears – The Zone Diet (2/3)

Und hier für Euch der zweite Teil von Alexander Thomas Gastbeitrag zur Zone Diet:

III. Das Optimum – Die Eicosanoide
Sears hat in Bezug auf die Nahrungsaufnahme von einer hormonellen Reaktion gesprochen. Nun bin ich bisher rein auf zwei Hormonen rumgeritten. Doch wie finde ich in der Beeinflussung dieser Hormone und durch die richtigen Nahrungsmittel nun ins Optimum? Dazu muss man wissen, dass Barry Sears das Gleichgewicht von Glucagon und Insulin als Tor zum Optimum sieht. Als das Optimum selbst bezeichnet er die Kontrolle der Eicosanoide. Eicosanoide werden von Sears als Überwacher der Hormone bezeichnet. Aber nicht nur die Hormone selbst sondern auch sämtliche physiologische Vitalfunktionen wie das Herz-Kreislauf-System, Immunsystem, Zentralnervensystem, Fortpflanzungssystem etc. werden durch Eicosanoide gesteuert und kontrolliert. Die Eicosanoide werden von ihm als Superhormone dargestellt. Zur Gruppe der Eicosanoide fallen unter anderem: Prostaglandine, Thromboxane, Leukotriene, Lipoxigenasen und hydroxilierte Fettsäuren.

Gute und schlechte Eicosanoide – Was denn nun?
Grundsätzlich wird zwischen guten und schlechten Eicosanoiden unterschieden, wobei zu erwähnen ist: schlechte Eicosanoide sind nicht per se schlecht! Um dies zu verdeutlichen möchte ich das von Sears erwähnte Beispiel aufgreifen: Die Thrombozytenaggregation. Die Thrombozytenaggregation ist für die Verklumpung des Blutes verantwortlich, damit wir, wenn wir uns zum Beispiel schneiden, nicht verbluten. Die so genannten ‚guten‘ Eicosanoide verhindern eine Aneinanderlagerung der Thrombozyten und somit die Verklumpung des Blutes. Bis zu einem gewissen Grad ist dies auch wichtig, denn eine Verklumpung zum falschen Zeitpunkt kann einen Herzinfarkt bedeuten.
Die ‚schlechten‘ Eicosanoide fördern eine Aggregation der Thrombozyten, eine Verklumpung des Blutes. Aber auch dies ist bis zu einem gewissen Grad überlebenswichtig. Ich verweise dazu nur auf das Beispiel des versehentlichen Schneidens. Zu wenig schlechte Eicosanoide bedeutet eine nur langsame oder sogar gar keine Thrombozytenaggregation was wiederum bedeutet, unsere Schnittverletzung hört nicht auf zu bluten.
Wir sehen: Sowohl die guten als auch die schlechten Eicosanoide besitzen ihre Daseinsberechtigung und wir sollten stets danach streben das Gleichgewicht zu wahren, denn nur ein Gleichgewicht bedeutet das Optimum.
Eigenschaften von guten und schlechten Eicosanoiden als Beispiel im Überblick

Auf das Potenzial aus medizinischer Sicht in Bezug auf Erkrankungen, insbesondere chronische bzw. Gesellschaftskrankheiten etc. möchte ich an dieser Stelle gar nicht weiter eingehen. Dazu empfehle ich den Kauf des Buches „The Zone Diet“ von Barry Sears.
Und wie beeinflussen/kontrollieren wir jetzt die Eicosanoide?
Dieses Gleichgewicht und vor allem der Erhalt dieses Gleichgewichts ist ja schön und gut aber wie hilft uns das nun weiter? Nun erinnert euch an die Thematik um das Insulin-Glucagon und wie wir dieses beeinflussen. Genau: Über die Ernährung, über die Zuführung von Eiweiß und Kohlenhydraten im korrekten Verhältnis. Wir haben allerdings noch einen dritten Baustein: Das Fett. Und dieses kommt jetzt im Zusammenhang mit den Eicosanoiden ins Spiel. Nahrungsfett stellt die einzige Quelle essentieller Fettsäuren dar und diese Fettsäuren stellen den chemischen Baustein aller Eicosanoide dar. In diesem Zusammenhang benötigen wir nun noch das Wissen über die Insulin-Glucagon-Achse, denn diese entscheidet letztendlich ob gute oder schlechte Eicosanoide produziert werden. Fast zumindest. Dazu aber in einem späteren Abschnitt noch mehr Details.

Tabelle B Frauen 1

Tabelle B Frauen 2

Tabelle A Männer

Um auch dies an einem Beispiel, an einer Metapher, zu verdeutlichen möchte ich folgendes Zitat einbringen: „Stellen Sie sich den Körper als einen biologischen Flipperautomaten vor. Die Kugeln (die essentiellen Fettsäuren) werden durch den Kolben, dem Fett, das Sie bei jeder Mahlzeit essen, ständig ins Spiel gebracht. Ob die Kugeln im Spiel bleiben (gute Eicosanoide bilden) oder im Loch landen (schlechte Eicosanoide bilden) hängt davon ab, wie gut Sie mit den Knöpfen außen am Automaten umgehen. Diese Knöpfe entsprechen der Zusammenstellung der Makronährstoffe einer jeden Mahlzeit, die Sie zu sich nehmen.“ (Sears, 2006, S. 65)

Bestimmung des Eiweißbedarfs