Warum wir Burpees (eigentlich) lieben!

Burpees sind mit Abstand eine des schwierigsten Übungen im Sport. Durch ihre einzigartige Kombination aus Push-Ups und Squat Jumps – also zu gut Deutsch ein Hock-Strecksprung mit Liegestütz – machen sie uns regelmäßig so richtig fertig. Und ich liebe und hasse sie zur gleichen Zeit. Klingt pervers, ich weiß, aber ich liebe die Anstrengung und hasse die Burpees dennoch für ihre enorm hohen Anforderungen, die sie an den Ausführenden stellen. In jedem Workout dass diese Dinger beinhaltet fragt man sich irgendwann die immer wiederkehrende Frage: „Warum? Warum tu ich mir sowas eigentlich an? Bin ich denn eigentlich bescheuert?“ Aber Burpees sind nicht nur eine wahnsinnig anstrengende und technisch durchaus anspruchsvolle Übung, sie bieten dafür auch enorm viele Vorteile, weswegen wir sie im Grunde doch lieben:

Kraft
Bis zu einem gewissen Punkt bauen wir durchaus jede Menge Kraft durch Burpees auf. Vorausgesetzt wir führen sie ordentlich aus, also so wie Johannes sie im unten stehenden Video als 6-count Burpees vorstellt. Sobald es in den Wettkampf geht kommt es dann mehr auf die ökonomische Bewegungsausführung an, um Kraft zu sparen.

Ausdauer
Burpees werden im CrossFit, im Freeletics und in den meisten Sportarten und Fitnessstunden auf Zeit ausgeführt. Dabei versuchen wir meist eine bestimmte Anzahl so schnell wie möglich zu schaffen, oder aber in einer bestimmten Zeit so viele Wiederholungen wie möglich. Das Journal of Strength and Conditioning Research hat bereits im August 2004 belegt, dass das Training mit hoher Wiederholungszahl und hoher Zuladung (die bei Burpees durchaus durch unser eigenes Körpergewicht und die Trägheit unserer Masse gegeben ist) die muskuläre Ausdauer immens steigert.
Die Geheimwaffe der Körpergewichtsübungen in der Fettverbrennung
Für alle die Fett verbrennen möchte sind Burpees der Geheimtipp. Bei einem Burpee werden unzählige Muskeln und vor allem nahezu alle großen Muskelgruppen mit einbezogen: Brust, Rumpf, Beine, Gesäß sind alle stark involviert. Durch die zusätzliche kardiovaskuläre Belastung (also für das Herz-Kreislauf-System) wird der Metabolismus (Stoffwechsel) enorm hoch gepusht im Training. Je größer die Differenz zwischen der Stoffwechselaktivität im Training und inder Ruhephase, desto länger braucht der Körper um eben diesen Ruhezustand zu erreichen. Das nennen wir den After Burn Effekt. Kurzum: Je härter du dich pusht, desto effektiver der Angriff auf deine eventuell vorhandenen körpereigenen Airbags.

 

Die richtige Ausführung

Burpees sind nicht gleich Burpees. Die grundlegend korrekte Ausführung ist wunderbar in den Freeletics Instructor Videos gezeigt:

Für diverse Varianten, den Unterschied zwischen den technisch absolut korrekten Burpees und den „Wettkampf-Burpees“ verweise ich gern auf das Video meines geschätzten Freundes und Kollegen Johannes Kwella (ehemals JoePaleo).

Finish Strong,

euer Art