SQUATS!

Hi Leute,

wenn ich euch erzähle, dass Squats – zu deutsch Kniebeugen – extrem wichtig sind für euer Training dann erzähle ich euch vermutlich nichts Neues. Aber da ich gerade am vergangenen Wochenende die Unterhaltung darüber führen durfte ob oder ob nicht und wenn ja in welcher Form die Squats nun gut sind, hier eine kleine Zusammenfassung. Ich hoffe, dass sie euch einen kleinen Hintergrund dazu gibt in Zukunft ein paar Argumente parat zu haben, denn einfach nur „weil’s auf dem Trainingsplan steht“ ist keine gute Grundlage jemanden von Squats zu überzeugen

1) Sie sind funktionell
Eigentlich ein Totschlagargument schlechthin. Squats haben wir generell in unserem Alltag und der Bewegung des menschlichen Körpers. Du willst etwas vom Boden aufheben? Squat! Du willst dich selbst von einem Stuhl erheben? (Box) Squat! Du willst in Frankreich an einer Raststätte aufs Klo gehen? Ziemlich langer Squat! (Und es trainiert auch noch gleichzeitig die Präzision 😉 ) Ihr seht also, die Bewegung ist natürlich, funktional und in jedem Sinne auch biomechanisch einwandfrei auszuführen.

Die Kniebeuge ist funktionell und das Bewegungsmuster von klein auf im menschlichen Körper verankert. Leider verlernen wir es mit der Zeit, ganz nach Ido Portal’s Motto: „Use it or lose it“

Quelle: Blackboxfitness.com

2) Squats stärken auch den passiven Bewegungsapparat
Wo wir gerade bei biomechanisch einwandfrei waren und so. Neben dem aktiven Bewegungsappart, also in erster Linie euren Muskeln, stärken Kniebeugen auch die passiven Strukturen wie z.B. die Bänder, die durch die funktionelle Belastung dicker und belastungsfähiger werden. Das bedeutet in der Quintessenz eine geringere Verletzungsanfälligkeit und ist somit vor allem für Teamsportarten und Kampfsportler interessant.

3) Muskelaufbau im ganzen Körper
Sonnenklar, Kniebeugen trainieren die unteren Extremitäten, die Hüft- und Gesäßmuskulatur und den Rumpf. Aber nicht nur diese Regionen haben einen Vorteil daraus. Die Beinmuskulatur ist die mit Abstand größte Muskelgruppe im menschlichen Körper. Wenn wir diese trainieren, dann hat das einen besonderen hormonellen Effekt, nämlich den Ausstoß von HGH (Human Growth Hormone) und somit eine anabole Stimulation auf den ganzen Körper. Das heißt zu gut Deutsch: Eure Muskulatur erhält übergreifend einen Wachstumsschub. Das heißt zugleich auch noch, dass ihr mehr Energie verbrennt, also sofern das euer Ziel ist, mehr Fett abnehmen könnt. Ich weiß, dass das nicht das Ziel der meisten Leser hier ist, aber wir erinnern uns, dass dieser Beitrag vor allem als Argumentationsgrundlage gegenüber „Nicht-Squattern“ dienen soll. Ihr habt also generellen Muskelzuwachs und verbrennt somit für jedes Kilo mehr an Muskelmasse grob gesagt 100-140 kcal mehr pro Tag. Läuft, oder?

4) Es schult die Balance
Beim squatten muss ich mehr leisten als einfach nur runter und hoch zu gehen. Der Körperschwerpunkt muss kontrolliert werden, die Stabilität des Körpers muss beibehalten werden und das beansprucht vor allem auch mein zentrales Nervensystem. Da die Körperhaltung sich während der Bewegung, vor allem in der vollen Range of Motion (ROM), konstant ändert, ist das auch eine konstante Herausforderung an meine Balance. Und wieder zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

5) Squats machen sexy!
Der Punkt musste mit rein! Squatten führt unweigerlich zu einem attraktiven Hinterbau – keine Diskussion!

Wenn es nicht Punkt 1 war sollte spätestens das hier das Totschlagargument sein 😉
Quelle: Besastyle.com

Wenn ihr nicht selbst schon vorher überzeugt wart hoffe ich, dass ihr es jetzt seid oder eben die entsprechenden Argumente in einer euch vielleicht blühenden Diskussion sinnvoll anbringen könnt.
Und jetzt weg vom PC und rein ins Squat rack! Du weißt nicht mehr genau worauf du achtn musst? Alles easy, wir haben hier ein „The Art of Pain“ – Tutorial für jede Art von Squats:
Squat:

Front Squat:

Overhead Squat:

Finish Strong, euer Art

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  • https://plus.google.com/u/0/117880097743478371106/about Paul Kliks

    Ich liebe sie… also ich meine die Squats… :) Guter Artikel!